Zeitfragen: Hirn & DNA

„Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!“ – höre ich einen guten Freund angesichts anhaltend zerstörerischer Wirtschafts- Bildungs- und Umwelttrends oft sagen. Auch Einstein beklagte sich diesbezüglich mit seinem berühmten Satz : Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Ich kenne diesen Frust. Doch kann das wahr sein? Ist mehr Hirn unsere Lösung?
Wohl kaum. Die Schöpfung war großzügig. Wir haben zwei Super-Hälften im Kopf plus „down under“ ein fühlendes Bauch-Gehirn, das laut wissenschaftlicher Erkenntnisse uns noch machtvoller ausstattet wie sein Zwilling im Oberstübchen.  100 Milliarden Hirnzellen oben, 100 Milliarden Hirnzellen unten.  Gemeinsam schaffen sie mehr als zwei mal 100 Billionen Verbindungen untereinander. Unvorstellbar! Ein Netzwerk der Superlative – ein sich und uns bewegendes Omniversum mit Schwarmintelligenz und ausgeprägtem Wir-Gefühl.
Was wir damit sind? Schöpfer.
Was wir damit tun? Dies bleibt die Gretchenfrage.
Ihre Antwort liegt offenbar tief im Inneren. Dass unsere vielen Billionen Körperzellen meisterlich miteinander kooperieren, liegt an übereinstimmenden Informationen.  Jede Zelle verfügt in ihrem Kern über einen identischen Satz an DNA. Dieses spiralförmige Bewusstsein ermöglicht individuelle Schöpfungsprozesse und kreiert dabei gleichzeitig ein aufeinander abgestimmtes Einheitsbewusstsein. Jede einzelne Zelle ist in sich selbst geborgen. Sie ist was sie ist – hat ihren Platz im Gefüge eingenommen. Doch im Kern trägt sie die Botschaften aller und ist als ein willkommener Teil dem gesamten System zutiefst verbunden.
Wenn wir also mehr und mehr ergreifen und übertragen, was wir im Grunde längst in uns tragen, dann reifen wir als Menschheit endlich zu Liebe und Verantwortung.
Schaffen wir uns gemeinsam so etwas wie eine „soziale DNA“! Hier und jetzt geht es um neue Kulturantriebe, darum, die Hauptantriebskräfte eines kapitalistischen Wohlstandsspektakels wie Konsum, Macht und Geldgier zu überstimmen.  Wir müssen weg von den eigenen Ego-Antrieben hin zu lustvollen Kulturimpulsen – hin zu einem herzhaften Wir. Dann liegt uns der Weg zu den Sternen frei. Apropos Sterne: Die DNA aus allen Zellen eines menschlichen Körpers ergäbe hintereinander gelegt eine Strecke, die tausend Mal so lang ist wie die Entfernung von der Erde zur Sonne. 
In einem Buch fand ich übrigens das Stoßgebet meines Freundes in höherer Oktave wieder. Dort heißt es: „Sende aus deinen Geist, und alles wird neu geschaffen. Und du wirst das Antlitz der Erde erneuern.“
Genau. Die Zeit ist reif. Mit Herz und Hirn: Senden wir unseren neuen Geist über die Erde!  Und ihr Antlitz verändert sich.

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